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Belehrung über Nichterscheinen zum Asylverfahren muss in einer für den Asylbewerber verständlichen Sprache verfasst sein

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Mit Erfolg hat sich ein Asylbewerber aus Kamerun in einem Eilverfahren vor dem Verwaltungsgericht Cottbus (Beschluss vom 10.03.2017, Aktenzeichen VG 5 L 665/16. A) gegen die Einstellung seines Asylverfahrens durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gewendet. Wie das Portal „Kostenlose Urteile“ meldet, hatte das BAMF dessen Asylantrag als zurückgenommen betrachtet, weil er das Asylverfahren nicht betrieben habe und namentlich der Aufforderung zur Anhörung nicht nachgekommen sei. Allerdings reichte der dem Asylbewerber nur in deutscher Sprache erteilte schriftliche Hinweis auf eine solche Rechtsfolge nach Auffassung des Gerichts für die Annahme einer Versäumnis nicht aus. Denn nach der einhelligen Meinung in Rechtsprechung und Kommentierung wäre die Abfassung in einer Sprache erforderlich gewesen, die dem Antragsteller aus Kamerun verständlich war oder von der vernünftigerweise angenommen werden durfte, dass er sie versteht.

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