Willkommensteam für Flüchtlinge Elmshorn e. V.

Wir helfen Flüchtlingen im Alltag und bei der Integration

Schleswig-Holstein will Geflüchtete für die Pflege begeistern

3 Kommentare

Im Rahmen der Fachkräfteinitiative Schleswig-Holstein (FI.SH) wurde im Auftrag des Wirtschaftsministeriums und mit der Förderung des Gesundheitsministeriums ein Online-Angebot entwickelt, um dem Fachkräftemangel in der Pflegebranche zu begegnen. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Gesundheitsministeriums in Kiel hervor. Der kostenlose und offene Online-Kurs „Jobchance: Durchstarten in der Alten- und Krankenpflege“ solle insbesondere geflüchteten Menschen, die in ihren Herkunftsländern oft bereits berufstätig waren, und anderen Interessierten, anschaulich die Berufsfelder der Alten- und Krankenpflege in Schleswig-Holstein vorstellen.

Mit dem Online-Kurs bieten wir ein niedrigschwelliges Angebot, um junge Menschen über Jobchancen in der Pflege zu informieren. Wir wollen damit insbesondere geflüchtete junge Menschen zu einer Ausbildung in der Pflege motivieren. Eine Ausbildung, ob beruflich oder akademisch, ist der beste Weg, jungen Menschen eine gesicherte wirtschaftliche Zukunft zu ermöglichen“, sagte Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg dazu.

Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz fügte hinzu: „Die Pflege ist einer der Schwerpunkte der Fachkräfteinitiative Schleswig-Holstein. Es gilt, alle Potenziale nutzbar zu machen, um dem in der Pflege bereits vorherrschenden Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Die Digitalisierung bietet dabei ideale Möglichkeiten, einfach, leicht zugänglich und anschaulich unter anderem Migranten und Geflüchtete, die sich eine Tätigkeit in der Pflege vorstellen können, zu informieren. Das Online-Angebot hilft, unkompliziert die erste Hürde bei der Berufsorientierung zu nehmen.

Der Kurs, der verschiedene Formate wie Videos, Texte und Fragen mit verschiedenen Antworten zum Anklicken umfasst, ist in mehrere Schritte unterteilt. Im ersten Teil werden die Pflegeberufe allgemein vorgestellt, um ein erstes Bild zu vermitteln und konkret über die Tätigkeiten im Beruf zu informieren. Im zweiten Schritt bekommen die Teilnehmenden Informationen zur beruflichen Anerkennung. Im dritten Teil werden abschließend Ansprechpartner und Anlaufstellen für Bewerbungen und Anerkennungsverfahren vermittelt. Das Sprachniveau des Kurses bewegt sich auf dem Niveau B2, das ebenfalls für den beruflichen Einstieg mindestens erforderlich ist. Ansonsten gibt es keine Voraussetzungen für die Teilnahme. So kann der Kurs z.B. mit Unterstützung einer Person erfolgen, die ausreichend Deutschkenntnisse hat. Um alle Inhalte des Kurses anzuschauen, werden ca. zehn Stunden benötigt.

Der Online-Kurs wurde von OnCampus, Partner des vom Wirtschaftsministerium geförderten Kompetenzzentrums für Fachkräftesicherung und Weiterbildung, in Kooperation mit dem Institut für Lerndienstleistungen (ILD) entwickelt. Dem vorausgegangen war eine Umfrage unter Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden zur Fachkräftesituation in der Pflegebranche.

Das Angebot ist jetzt kostenlos unter https://www.oncampus.de/weiterbildung/moocs/durchstarten_pflegeberufe verfügbar. Auf der Kampagnen-Webseite www.bleib-oben.de kann man sich zudem allgemein zu den Berufen Altenpfleger/in und Krankenpfleger/in informieren.

3 Kommentare zu “Schleswig-Holstein will Geflüchtete für die Pflege begeistern

  1. Hallo zusammen,
    ich habe in meiner ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe ein großes Problem.
    ich betreue ein irakisches Ehepaar mit zwei kleinen Kindern,
    Die Eheleute sind völlig zerstritten und hasserfüllt aufeinander.
    Eine Trennung ist unbedingt erforderlich, jedoch will jeder die Kinder und auch jeder die Wohnung.
    Ich habe veranlasst, das der Mann die Wohnung sofort verlässt, um möglichst keinen Schaden zu hinterlassen.
    Ich weiß nicht, wie es weite gehen soll. Auf jeden Fall nicht mehr gemeinsam.
    Für beide wäre und muss eine Hilfe, auch zum Schutz der Kinder, erfolgen.
    Was kann oder besser wer kann mir und den beiden helfen?
    Mit freundlichem Gruß
    Hartmut Kieselbach.

    Liken

    • Sehr geehrter Herr Kieselbach,
      Ihre Schilderung klingt schlimm, und die Fallgeschichte ist ernst.
      Die Leser:innen hier dürfen davon ausgehen und hoffen, dass die Familie und Sie im engen und guten Kontakt sind mit dem zuständigen Jugendamt, Sozialamt und der Asyl-Beratung, eventuell weiteren Diensten; Sie selbst mit der Ehrenamts-Koordination des örtlichen Trägers.
      Gute Wünsche für die Familie
      und Sie zur Advents- und Weihnachtszeit
      mit Dank für Ihr Engagement
      und besten Grüßen aus Nürnberg
      Bernd Arnold

      Liken

  2. Danke für den Hinweis auf die Pflege-Initiative.

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s